VDKL-Schadensgemeinschaft Lkw-Kartell

„Die Lkw-Hersteller MAN, Volvo/Renault, Daimler, IVECO und DAF haben über einen Zeitraum von 1997 bis 2011 unter anderem Verkaufspreise von Lkw abgesprochen“, schildert VDKL-Geschäftsführer Rechtsanwalt Jan Peilnsteiner. Gemeinsam mit zwei weiteren Verbänden bündelt der VDKL rund 4.500 betroffene Fahrzeuge und stellt damit eine der größten Schadensgemeinschaften in Deutschland dar. Bei einem Treffen in Bonn wurde das weitere rechtliche und strategische Vorgehen gegen die Lkw-Hersteller vorgestellt. Ziel ist es, eine außergerichtliche und einvernehmliche Lösung mit den Herstellern herbeizuführen.

Mittlerweile liegt dem VDKL auch die schriftliche Kartell-Entscheidung der EG-Kommission mit Begründung vor. Demnach haben die Hersteller regelmäßig und planvoll u.a. Preislisten, Bruttolistenpreise und auch Nettoverkaufspreise ausgetauscht. Des Weiteren wurden Lieferzeiten und Verkaufsprognosen untereinander abgestimmt. Vor der verpflichtenden Einführung der EURO III und EURO IV-Norm fanden weitgehende Absprachen statt.